Fischgenuss mit gutem Gewissen

Die Festtage sind für viele Familien auch Schlemmertage. Neben dem traditionellen Festtagsbraten findet sich auf vielen heimischen Tischen auch verschiedenste Fischgerichte.
Aber welchen Fisch kann ich mit gutem Gewissen essen? Diese Frage beantwortet die neue Ausgabe des WWF-Einkaufsratgebers für Fisch und Meeresfrüchte. Eine gute Wahl sind demnach Dorsch und Hering aus der östlichen Ostsee, Sprotten aus Nord- und Ostsee sowie Lachs aus dem Ost-Pazifik. Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Schwertfisch, tropische Garnelen und Aal lieber verzichten. Eine grundsätzliche Orientierung beim Fischeinkauf bieten das MSC-Siegel bei Meeresfischen aus Wildfang sowie das Bio-Siegel bei Zuchtfisch. Fisch aus kleinräumiger österreichischer Zucht ist ebenfalls eine gute Wahl. Der WWF-Ratgeber bewertet 58 handelsübliche Arten, die nicht aus zertifizierter Quelle erhältlich sind, nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. Zehn der bewerteten Fischereien und Zuchten gelten demnach als „Gute Wahl“, 16 als „Zweite Wahl“, 32 fallen in die Kategorie „Lieber nicht“.

„Die Situation insgesamt ähnelt dem Vorjahr. Für Sorgenkinder wie Nordseekabeljau gibt es keine Entwarnung“ sagt Georg Scattolin, WWF Meeresexperte. Wo es Veränderungen in der Bewertung gibt, gehe der Trend meist nach unten. „Immer mehr Fanggebiete müssen herabgestuft werden, da die befischten Bestände zu stark unter Druck stehen“. In Europa gelten bereits drei von vier kommerziell genutzten Fischbeständen als überfischt.

Mit der beliebten Entscheidungshilfe für unterwegs gibt der WWF dem Verbraucher mittels Ampelsystem eine schnelle Orientierung für den Restaurantbesuch oder im Supermarkt. Der Ratgeber im handlichen Taschenformat listet Empfehlungen für 58 Arten.

www.wwf.at/fischfuehrer